FOURRIER

Frankreich, Burgund

Fourrier, der sein Handwerk unter anderem beim Altmeister Henri Jayer und bei Drouhin in Oregon gelernt hat, ist Purist, was seine Weine angeht. Diese stammen ausschließlich von alten Rebstöcken, wobei alt hier fünfzig bis sechzig und mehr Jahre bedeutet und sie spiegeln die Einzigartigkeit ihrer jeweiligen Lage, das Terroir, wieder. Dieses herauszuarbeiten, letztendlich den Charakter des Weines bestimmen zu lassen, das ist Fourriers Ziel. Burgunder der neumodischen Art, die sich mit ihrer Konzentration und Holzaromen hervorheben, lehnt er kategorisch ab.

Schließen Sie die Augen und riechen Sie erst einmal. So ein Bukett, das findet man nur in Burgund. Fein und gleichzeitig vielschichtig tritt ein ganzer Korb roter Beeren einem entgegen, balsamisch und perfekt balanciert verströmt schon die Nase dieser Weine allerhöchste Noblesse. Auch der erste Eindruck im Mund ist geprägt von der komplexen und eleganten Fruchtdichte, die alles andere als vordergründig ist und sich mit jeder Sekunde weiter im Mund entwickelt. Es kommen Gewürzaromen, etwas Kirsche, Tabak hinzu und endet lang in einer balsamisch noblen Textur. Das ist Burgund auf höchstem Niveau. Das ist Burgund, perfekt in seiner seidigen Transparenz, zart und elegant wirkend, aber trotzdem mit großer innerer und mineralischer Konzentration, und hier wird einem sofort der Unterschied zu den besten Pinots aus Deutschland, aus Oregon oder dem Rest der Welt klar. Nicht Konzentration ist in Burgund das Zauberwort, nicht die tiefe Farbe, die Extraktion und das Barrique-Aroma, sondern Finesse in ihrer allerhöchsten Güte, so dass einem beim Hinunterschlucken der Abgang in seiner seidigen Art in Form einer Gänsehaut den Rücken herunter läuft. Schauen wir auf die Farbe von Jean-Marie Fourriers Weinen: diese ist hell, ja sogar verblüffend hell für all das was wir hier im Glas erleben.

Fourrier, der sein Handwerk unter anderem beim Altmeister Henri Jayer und bei Drouhin in Oregon gelernt hat, ist Purist, was seine Weine angeht. Diese stammen ausschließlich von alten Rebstöcken, wobei alt hier fünfzig bis sechzig und mehr Jahre bedeutet und sie spiegeln die Einzigartigkeit ihrer jeweiligen Lage, das Terroir, wieder. Dieses herauszuarbeiten, letztendlich den Charakter des Weines bestimmen zu lassen, das ist Fourriers Ziel. Burgunder der neumodischen Art, die sich mit ihrer Konzentration und Holzaromen hervorheben, lehnt er kategorisch ab. So bieten alle seine Weine authentischen Burgunder-Genuss, vorausgesetzt, man kann zuhören.

Hinter diesen so klaren und transparent definierten Weinen steckt Perfektionsstreben par excellence. So hat Jean-Marie Fourrier z. B. begonnen, die penibel von Hand gelesenen Trauben in einem Kühlwagen zum Weingut zu transportieren. Hier werden die in kleinen Wannen gelesenen Trauben auf 8 Grad heruntergekühlt und bei gleicher Temperatur weiterverarbeitet. So kann Fourrier eine schonende Extraktion gewährleisten. Auch sein Keller ist inzwischen voll klimatisiert, denn er verzichtet schon seit Jahren auf jegliche Beigabe von Schwefel während des Ausbaus. Erst kurz vor der Füllung, die selbstverständlich ohne Filtration und Schönung stattfindet, wird eine kleine Menge Schwefel zugesetzt. Vielmehr füllt Fourrier seine Weine mit einer kleinen Dosis Gärkohlensäure, die hilft, die feine Fruchtaromatik seiner Weine zu bewahren. Aus diesem Grund empfiehlt er bei allen seinen Weinen, diese eine halbe Stunde vor dem Genuss zu dekantieren.

Wohl wissend, dass diese puristische Art von Wein nicht jeder Journalist versteht, verzichtet er ganz bewusst darauf, dass seine Weine von Robert Parker verkostet und bewertet werden. Sie werden ohnehin von den wichtigsten Journalisten, was das Thema Burgund angeht, von Clive Coats, Stephen Tanzer und Allen Meadows in den höchsten Tönen gelobt und zur absoluten Elite gezählt.

 

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