VINS.SAISONS, Eric Pignal & Loïc Lamy

Burgund, Burgund

Das kleine Projekt Vins Saisons von Eric Pignal und Loïc Lamy zeigt uns einmal mehr, dass Weinmachen subtiles Handwerk ist. Zudem gibt es kaum andere Rebsorten als Pinot Noir und Chardonnay, die so sensibel auf das jeweilige Winemaking reagieren. Als wir die 2019er von Eric und Loïc das erste Mal im Glas hatten, spürten wir sofort, dass die beiden ein goldenes Händchen haben müssen.

Ursprünglich wollten Loïc und Eric nur etwas Wein für den Eigengebrauch und ein paar Freunde machen, denn das was ihnen in den diversen Weinbars in der Region angeboten wurde, das schmeckte ihnen nur bedingt. Loïc ist bei der Domaine de Montille tätig, Erik war unter anderem bei der Domaines Dujac, bei Roumier und beim Château de Pommard, ab dem Jahrgang 2021 ist er für die Vinifikation bei der Domaine Bize verantwortlich. Connections haben die beiden zur Genüge, viel Wein sollte es auch nicht werden. Von einem befreundeten Winzer aus Saint-Veran bekamen sie Chardonnay-Trauben, von zwei anderen Winzern jeweils Pinot Noir aus Santenay und Savigny-les-Beaune, insgesamt 7 Barriques sind es vom Jahrgang 2019.

All das klingt jetzt erst einmal nicht besonders aufregend, die Qualität der Weine aber ist es und genau das hat sich blitzschnell in Insiderkreisen auch herumsprach. Sieben Barriques, das sind 2000 Flaschen, die eigentlich für Freunde, ein Paar Weinbars und den eignen Verbrauch bestimmt waren.

Wir hatten das Vergnügen Loïc und Eric im Juli persönlich in Meloisey zu treffen. Die beiden vinifizieren ihre Weine im alten Keller unter dem Wohnhaus von Loïc. Viel an Equipments gibt es hier nicht zusehen, ein paar kleine Stahltanks, sieben Barriques, das wars auch schon. Mehr muss es auch nicht sein um guten Wein zu machen, davon sind die beiden überzeugt. Auf die Qualität der Trauben kommt es an und die ist hier exzellent. Der Chardonnay stammt von einer der besten Weinberge von Saint-Veran, der bereits seit Jahren biodynamisch bewirtschaftet wird. Das gleiche gilt auch für die Rotweine.

Die Weißweintrauben werden ganz sanft über einen langen Zeitraum gepresst. Der trübe Most vergärt anschließend ohne Schwefel auf den eigenen Hefen im gebrauchten Barrique. Über einen Zeitraum von 11 Monaten wurde der Wein auf der Hefe in den Holfässern ausgebaut. Auf eine Battonage, das Aufrühren der Hefen, haben die beiden bewusst verzichtet, um die Frische im Wein zu bewahren. Für weitere 5 Monate reifte der Saint-Véran im Stahltank. Erst vor der Abfüllung wurde minimal geschwefelt, abgefüllt wurde ohne jegliche Schönung und Filtration.

Auch bei den beiden Rotweinen arbeiten Loïc und Eric sozusagen minimalistisch. Einen Entrapper besitzen die beiden nicht, das würde sich für diese kleine Produktion auch nicht lohnen. Die Trauben werden bereits im Weinberg penibel sortiert, nur perfektes Lesegut kommt hier in den Gärbottich. 100% Rappen, also die ganzen Trauben mit Stil und Stängel, das heißt es sanft mit der Maische zu hantieren. „Wir vertrauen auf die Natur und glauben an die Vorzüge der Verwendung ganzer Trauben. Wir müssen dem Wein letztendlich nur helfen, seinen Weg zu finden. Das heißt, die Gärung beginnt mit den natürlichen, Weinbergs eigenen Hefen. Ab und zu ein paar Eimer Saft über den Tresterhut zum Feuchthalten, am Ende der Gärung eventuell ein paar Pigages (mit den Füßen).“ So beschreiben die beiden ihre Philosophie. Ca. 20 Tage dauert die Maischegärung, danach reift der Wein für weitere 12 Monate komplett ohne Schwefel in gebrauchten Barriques. Auch die Rotweine werden erst vor der Füllung leicht geschwefelt, abgefüllt wurde auch diese ohne jegliche Schönung und Filtration.

Das kleine Projekt Vins Saisons von Eric Pignal und Loïc Lamy zeigt uns einmal mehr, dass Weinmachen subtiles Handwerk ist. Zudem gibt es kaum andere Rebsorten als Pinot Noir und Chardonnay, die so sensibel auf das jeweilige Winemaking reagieren. Als wir die 2019er von Eric und Loïc das erste Mal im Glas hatten, spürten wir sofort, dass die beiden ein goldenes Händchen haben müssen.

Wir freuen deshalb ganz besonders für Eric und Loïc in Deutschland als ihr Importeur arbeiten zu dürfen. Die Chemie zwischen uns hat, wie man so schön sagt, sofort gestimmt. Nicht nur weil die beiden unter anderem mit Tomoko und Guillaume von Chanterêves und Amelie Berthaut gut befreundet sind. Die Arbeitsweise unserer Winzer wie Arlaud, Fourrier, Gonon, Ganevat oder Boxler entspricht eben auch genau ihren Vorstellungen, es ist ein Sortiment in dem sie sich zu Hause fühlen.

Auch in Deutschland hat sich der Name Vins Saisons in Insiderkreisen schnell herumgesprochen. Unsere Allokation für den Jahrgang 2019 ist leider bereits komplett verteilt. Wir dürfen aber gespannt darauf sein, was uns die beiden im Jahrgang 2020 zu bieten haben.

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