WIEDER, Claudio

Deutschland, Württemberg

Im Württembergischen gesellt sich neben Lassak ein zweites Weingut in unser Sortiment. Wobei von Weingut hier kaum die Rede sein kann. Nebenerwerbswinzer Claudio Wieder schafft, wie es sich für einen anständigen Schwaben gehört, beim Daimler. Ansässig ist er mit seiner Frau Lena im beschaulichen Uhlbach bei Stuttgart, wo er wiederum auch die Rebflächen seines Großvaters vererbt bekommen hat und die beiden kürzlich die Renovierung des Familienhauses mit Ausbau eines kleinen Kelterraums und Gewölbekellers abgeschlossen haben.
Wie üblich im genossenschaftlich geprägten Württemberg hat auch sein Großvater die ca. 1,5 Hektar Rebfläche im Nebenerwerb bewirtschaftet und die Trauben vollständig abgeliefert. Die Weinbergsarbeit hat Claudio somit von Kindesalter an miterlebt.

Nach der Übernahme in 2015 fand er als Ausgleich zum Büroalltag Freude an der Bewirtschaftung der Reben. Mit großer Sorgfalt hegt und pflegt er seither jeden Rebstock. Sein Perfektionismus dabei dürfte bei einem Blick auf die wunderschön angelegten Terrassen und Weingärten, in welchen die Triebspitzen akkurat gewickelt und jede Traube wie gemalt an ihrem Stock hängt, jedem Laien ersichtlich sein. Verständlicherweise schmerzte es ihn, dass seine mühevoll erwirtschafteten Erträge in der breiten Masse verschwinden und es war ihm klar dass er selbst mit der Vinifikation beginnen will.


Das muss gelernt sein, und so ging es für ihn zur Lese in 2019 zum Weingut Ziereisen bei welchem er sich in kurzer Zeit das notwendige Wissen zur Weinbereitung aneignete. Doch bin ich heute noch überrascht, wie er es schafft durch ein einziges Praktikum und Selbststudium seit seinem ersten Jahrgang 2020 solche filigranen, komplexe und in sich ruhende Weine zu produzieren. Das zeigt, dass das Weinmachen doch auch viel Gefühl und Gespür erfordert und wie Hans-Peter Ziereisen es predigt es vielleicht sogar wirklich oft besser ist weniger von seinem theoretischen Wissen befangen und somit in gewissem Maße auch freier in seinem Tun zu sein.
Im Wesentlichen handelt es sich um zwei Weingärten aus denen die Weine entspringen. Zum einem den Uhlbacher Götzenberg (auf dem Label als "Ylbach" erkenntlich), hier stehen die Reben auf kalkhaltigen, tonigen Keuperböden mit einer Hangneigung von bis zu 50%. 


Bei den als "von den Terrassen " beschrifteten Weinen stehen die Reben im Cannstatter Zuckerle, einer steilen terrassierten Parzelle mit bis zu 60% Hangneigung, auf kalkhaltigem Muschelkalk.
Claudio folgt unter anderem den Prinzipien des sanften Rebschnitts, dem Wickeln der Triebspitzen, der Kompostausbringung und vielfältigen Dauerbegrünung. Die Bewirtschaftung der Rebflächen erfolgt nach Bioland Richtlinien per reiner Handarbeit und purer Leidenschaft. Die Spätburgunder werden von Hand über einem Gitter abgebeert, die Rieslinge behalten Stiel und Stängel. Gepresst wird mit einer restaurierten mechanischen Korbpresse. Alles fließt per Schwerkraft, viel Zeit wird sich und den Weinen gegeben. 


Schmecken Sie herein und lassen Sie sich überzeugen: Einmal Wieder, immer wieder!

Die Weine dieses Winzers
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Pinot Noir - von den Terrassen
Jahrgang 2023
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