LE BARS, Romain

Frankreich, Südliche Rhône

Romain Le Bars interpretiert die südliche Rhône neu. Anhand ihrer Konzentration sollte man seine Weine nicht beurteilen, denn es sind außergewöhnlich feine Weine. Es sind Weine, bei denen man zuhören muss, denn sie verlassen die bekannten Geschmacksmuster dieser Region. Ihren wunderbaren Aromenreichtum entfalten Sie auf den zweiten Schluck und dann merkt man schnell wieviel Komplexität und Tiefgang in ihnen schlummert. Vorbei sind hier die Zeiten der Alkohol lastigen, barocken Weine, Eleganz und Trinkfreude steht hier klar im Vordergrund.

Das, was Romain Le Bars an der südlichen Rhône, in Tavel und Lirac, in seinem kleinen Keller unfiltriert an Weinen abfüllt unterscheidet sich zu 180 Grad von dem, was Jahrzehntelang von amerikanischen Weinjournalisten propagiert wurde. Romains Rotweine sind fein und delikat, ja man könnte fast sagen sie sind burgundisch. Sie haben deshalb so gar nichts mit jenen Blockbuster-Weinen zu tun, die in den USA mit regelmäßig hohen Punkten überhäuft werden. Vorbei sind hier die Zeiten der Alkohol lastigen, barocken Weine.

Wir haben es hier mit der schönsten Version von Naturweinen, also absolut naturbelassenen Weinen zu tun. Für alle Liebhaber von Vins Naturels und vor allem diejenigen, die einen Einstieg in diese Thematik suchen, sind die Weine von Romain Le Bars sogar ein Muss.

Romain Le Bars entstammt keiner Winzerfamilie, was durchaus von Vorteil sein kann, ist man so doch offen und frei in seinem Denken. Wein interessierte ihn schon immer, er wollte dieses von der Pike auf lernen und bewarb sich seinerzeit bei Eric Pfifferling, dem renommierten Naturwinzer an der südlichen Rhône. Aus anfänglich ein bis zwei Jahre wurden schließlich sieben Jahre, in denen er an der Seite von Pfifferling arbeitete. Im April 2018 bot sich ihm dann eine einmalige Gelegenheit, als ihm 1,2 Hektar Reben zum Kauf angeboten wurden. Ein Traum ging für Romain Le Bars in Erfüllung, mit Hilfe von Eric Pfifferling und anderen befreundeten Winzern konnte er im gleichen Jahr seinen ersten Jahrgang einfahren.

Sein Lehremeister Eric Pfifferling von der Domaine L’Anglore gilt als DER Vin Naturel Winzer an der südlichen Rhône. Bei ihm hat Romain gelernt, dass auch die Weine von der südlichen Rhône nicht mit unbändiger Kraft protzen müssen, sondern die Eleganz und die Duftigkeit eines Burgunders besitzen können. Dazu verzichtet Romain ebenso wie Pfifferling bei der Vinifikation komplett auf jegliche Extraktion und viniziert am liebsten mit den ganzen Trauben nach burgundischem Vorbild. Romains Weine sind also eher hell, umso feiner und duftiger sind sie dafür in der Nase und am Gaumen. Dazu bedarf es perfekt ausgereifter und vor allem kerngesunder Trauben. Überreife Trauben, wie man sie im heißen Klima der südlichen Rhône häufig findet und die das Geschmackbild der meisten Weine hier inzwischen prägen, wären dabei fatal. Romains Weine leben von ihrer Frische, sie verleiht ihnen Energie und Eleganz, und das trotz des südlichen Klimas.

Der Satz, „alle großen Weine entstehen im Weinberg“, wird gerne ein wenig überstrapaziert. Bei Romain Le Bars muss er jedoch fallen, denn bei ihm ist genau das der Schlüssel zur Einzigartigkeit seiner Weine. Sobald die Trauben den Keller erreichen lautet seine Devise, so wenig wie nur möglich tun. Penibel sauber sind bei Romain die Trauben, ein Teil wird vorsichtig von Hand abgebeert, ein nicht unbeträchtlicher Teil wandert aber auch als ganze Trauben in die offenen Gärbottiche. Ab hier beginnt dann eigentlich jetzt das „nichts tun“! Je nach Rebsorte und Lage vergären die Trauben länger oder kürzer, dabei werden sie weder untergetaucht noch überspült. Anschließend wird der Saft ohne Pumpen mittels Schwerkraft abgezogen und in gebrauchten Holzfässern unterschiedlicher Größe oder im Stahltank ausgebaut. Kein Schwefel und komplett auf den eigenen Hefen liegen hier die Weine bis zur Abfüllung.

Anhand ihrer Konzentration sollte man Romains Weine nicht beurteilen, denn es sind ungemein delikate Weine. Es sind Weine, bei denen man zuhören muss, denn sie verlassen die bekannten Geschmacksmuster. Dafür offenbaren sie den ganzen Aromenreichtum der südlichen Rhône ohne Alkohol lastig zu sein. Und siehe da, auf den zweiten Schluck merkt man dann doch, wieviel Kraft und Tiefgang in ihnen schlummert.

Die Weine dieses Winzers
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„Pousse Cailloux“ Vin de France Magnum 1,5l
Der deklassierte Lirac
Jahrgang 2020
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